Chiro&Co Beschwerden Arme Hände

Beschwerden im Bereich der Arme und Hände

In allen Bereichen unseres Körpers kann es zu Schmerzen oder Spannungen kommen. Somit natürlich auch in unseren Armen und Händen. Verständlicherweise rechnen wir mit Schmerzen nach Unfällen oder Verletzungen, jedoch können Schmerzen auch eine zunächst nicht klar ersichtliche Ursache haben. So ist es auch häufig bei Beschwerden in Armen und Händen. Da wir unsere Arme und Hände im Alltags- und Berufsleben ständig brauchen, sind Beschwerden hier meist besonders störend.

Mein Arzt sagt, ich habe einen Tennisarm, dabei spiele ich doch gar kein Tennis…

Als Hauptursache eines sogenannten „Tennisarms“, dessen medizinischer Fachausdruck laterale Epicondylitis lautet, gelten ständig wiederholte Bewegungen mit den Händen und dem Unterarm. Somit ist inzwischen die Arbeit am Computer mit Tastatur und Computermaus der häufigste Grund, warum die Schmerzen im Ellenbogen auftreten und somit nicht wie weithin angenommen das Tennisspielen. Auch handwerklichen Tätigkeiten können zu einem Tennisellenbogen führen. Hierzu zählen Beispielsweise das Aufbauen von Möbelstücken, Haare schneiden, oder auch Malen.

Durch die sich wiederholenden Bewegungen kommt es zu einer Überbelastung, die zu kleinen Rissen und anschließend zu Entzündungen an den Sehnen führt. Die Sehnen, die davon betroffen sind, befinden sich an der Außenseite des Ellenbogens und sind für das Anheben des Handgelenkes zuständig. Meist entwickeln und verschlimmern sich die Schmerzen über einen längeren Zeitraum hinweg.

Dabei ist meist kein bestimmtes Ereignis ersichtlich ist, das als Auslöser verantwortlich gemacht werden kann. Die für den Tennisarm typischen Symptome sind Schmerz und Empfindlichkeit an der Außenseite des Ellenbogens, sowie eine Abnahme der Griffkraft. Diese Symptome treten häufiger am dominanten Arm auf, da dieser sowohl im Sport, wie auch im Alltag und Beruf meist mehr beansprucht wird. Wird die Entzündung der Sehnen zu lange nicht behandelt und der Arm nicht geschont, kann die Entzündung auch auf den Knochen übergehen, welche den Heilungsverlauf verlangsamt.

Generell handelt es sich bei einem Tennisarm um eine schmerzhafte Überbelastung des Armes. Häufig zieht dies einen sehr langwierigen Heilungsprozess nach sich. Für eine Heilung der Beschwerden ist es wichtig, das richtige Maß von Belastung und Schonung zu finden. Dadurch können sich die überlasteten Strukturen wieder richtig aufbauen und werden nicht gleich wieder überbelastet.

Wie können wir bei einem Tennisarm helfen?

Bei uns in der Praxis helfen wir Ihnen durch bestimmte Übungen und auch spezielle Techniken die Muskulatur zu lockern. Damit wir die Reizung verringert und das Zusammenspiel zwischen Sehnen und Muskel zu optimieren. Durch unsere Behandlungstechniken konnten wir so bereits vielen Patienten mit Tennisarm erhebliche Schmerzerleichterungen verschaffen und dessen Heilung unterstützen.

Und wie sieht es bei einem Golferarm aus?

Bei einem Golferarm ist, wie auch beim Tennisarm, die Unterarmmuskulatur betroffen.

Der entscheidende Unterschied ist jedoch, dass die Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens auftreten. Die Schmerzen treten besonders dann heftig auf, wenn Druck auf die Stelle an der Innenseite des Ellenbogens ausgeübt wird.

Ebenso ist auch hier die Griffstärke erheblich eingeschränkt und es kommt zu einem Schwächegefühl im Handgelenk. Diese Schmerzen rühren von einer Überbelastung am Sehnenansatz der Hand- und Fingerbeugemuskulatur. Auch hier entstehen die Beschwerden durch das häufige Ausführen von Bewegungen. Im Gegensatz zum Tennisarm sind hier wiederholte Bewegungen mit dem Ellenbogen eine mögliche Ursache.

Da sich der Golferarm und der Tennisarm sowohl in ihrer Ursache als auch in ihren Symptomen stark ähneln, fällt die Behandlung ähnlich aus. Der Arm sollte geschont und die für die Überbelastung verantwortliche Bewegung so weit wie möglich vermieden werden.

In unserer Praxis können wir auch hier durch unsere umfassende Behandlung die Schmerzen erheblich lindern und Sie dabei unterstützen schmerzfrei zu werden.

Handschmerzen – Karpaltunnelsyndrom

Der Karpaltunnel ist ein Kanal im Bereich der Handwurzel, der durch Knochen und Bindegewebe begrenzt wird. Er liegt an der Innenseite von Handgelenk und Handwurzel und wird von einem festen Bindegewebsband, dem Karpalband, überspannt. Durch den Karpaltunnel verlaufen Sehnen und ein Nerv. Der Nerv steuert Empfindungsfähigkeit und Beweglichkeit des Daumenballens und von Teilen der Hand.

Ein Karpaltunnelsyndrom wird ausgelöst, wenn der Nerv dauerhaft zu viel Druck erfährt. Bei einem Karpaltunnelsyndrom verschwinden die Beschwerden häufig von alleine wieder, können aber auch lang anhaltend sein. Für den Fall, dass der Schmerz immer wieder auftritt, kann eine Behandlung, wie sie bei uns durchgeführt wird, erfolgreich sein. Die Behandlung zielt drauf ab, den Nerv zu entlasten und die Funktion des umliegenden Gewebes zu verbessern.

Was sind Zeichen für ein Karpaltunnelsyndrom?

Empfindungsstörungen der Hand sind das Hauptanzeichen, gefolgt von Kraftverlust und Muskelabbau. Teile der Hand können sich taub anfühlen oder kribbeln. Betroffen sind hier Daumen, Zeige-, Mittel- und Teile des Ringfingers. Wenn vor allem der kleine Finger betroffen ist, handelt es sich nicht um ein Karpaltunnelsyndrom.

In den meisten Fällen tritt der Schmerz bei einem Karpaltunnelsyndrom vermehrt nachts und morgens auf. Durch Bewegung der Hände können die Beschwerden häufig verbessert werden.

Ursachen für ein Karpaltunnelsyndrom

Das den Nerven umgebende Gewebe schwillt an und engt den Nerven ein. Oft verstärken sich die Beschwerden durch Druck auf das Handgelenk, wie beispielsweise beim Fahrradfahren oder bei der Arbeit mit einer Schere im Garten. Auch ein länger gebeugtes Handgelenk beim Schlafen kann Beschwerden auslösen.

Es gibt Erkrankungen, die ein Karpaltunnelsyndrom begünstigen. Dazu zählen Rheuma, Diabetes, Verletzungen am Handgelenk sowie wiederholte Entzündungen der Sehnenscheide. Auch eine Schwangerschaft kann durch Flüssigkeitseinlagerungen zu einem vorübergehenden Karpaltunnelsyndrome führen. Sollte das Karpaltunnelsyndrome beidseitig auftreten, kann es hilfreich sein, die Schilddrüse und den Blutzuckerspiegel zu überprüfen, um eine Ursache aus diesem Bereich auszuschließen.

Wie funktioniert die Behandlung bei einem Karpaltunnelsyndrom?
Osteopathische und chiropraktische Behandlungen können den Abfluss von überschüssiger Gewebsflüssigkeit fördern, Faszien-Verklebungen lösen und damit zur Wiederherstellung der normalen Handgelenksfunktion beitragen. Hierdurch erhält das den Nerven umgebende Gewebe wieder mehr Spielraum und der Nerv kann sich besser erholen. Im Fall eines Karpaltunnelsyndroms behandeln der Osteopath und Chiropraktor nicht nur die Hand. Häufig werden auch der Arm, der Schultergürtel und die Hals- und Brustwirbelsäule behandelt, da auch Blockaden in diesem Bereich die Funktion der Nerven beeinträchtigen können.

Sowohl bei einer osteopathische als auch bei einer chiropraktische Behandlung hängt die Dauer der Behandlung vom Alter und der Konstitution des Patienten und der derzeitigen Ausprägung des Karpaltunnelsyndroms ab.

REFERENZEN

Clar, C., Tsertsvadze, A., Court, R., Hundt, G. L., Clarke, A., and Sutcliffe, P., 2014. Clinical effectiveness of manual therapy for the management of musculoskeletal and non-musculoskeletal conditions: systematic review and update of UK evidence report. Chiropractic & Manual Therapies [online], 22 (1), 12. Available from: https://chiromt.biomedcentral.com/articles/10.1186/2045-709X-22-12.

Siu, G., Jaffe, J. D., Rafique, M., and Weinik, M. M., 2012. Osteopathic manipulative medicine for carpal tunnel syndrome. The Journal of the American Osteopathic Association [online], 112 (3), 127–39. Available from: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22411967.

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