Osteopathie ist eine manuelle Behandlungsform, bei der Osteopathen den Körper ausschließlich mit den Händen untersuchen und behandeln. Bei Chiro & Co in Esslingen am Neckar behandeln die Osteopathinnen Maike Neumann und Ulla Pergovacz Erwachsene, Schwangere, Babys und Kinder. Beide sind zusätzlich Physiotherapeutinnen und Heilpraktikerinnen und in Kinderosteopathie zertifiziert.
Für Osteopathen ist Gesundheit mehr als nur die Abwesenheit von Schmerz oder Krankheit. Wenn sie nach der Ursache von Beschwerden suchen, berücksichtigen sie alle Körpersysteme und ihre Wechselwirkung.
Osteopathie ist insofern eine ganzheitliche Behandlungsform, die den Körper als Einheit betrachtet. Sie unterteilt sich in drei zentrale Teilbereiche:
• parietale Osteopathie: Bewegungsapparat mit Knochen, Muskeln, Gelenken und Faszien
• viszerale Osteopathie: innere Organe und ihr umgebendes Gewebe
• kraniosakrale Osteopathie: Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein.
Jeder dieser Bereiche konzentriert sich auf bestimmte Strukturen des Körpers. In der Behandlung greifen sie ineinander.
Unsere Privatpraxis für Osteopathie und Chiropraktik liegt in der Kollwitzstraße 1 in Esslingen, rund 300 Meter vom Bahnhof. Termine für eine osteopathische Behandlung können Sie rund um die Uhr online buchen. Informationen zur Abrechnung finden Sie unter Kosten.
Parietale Osteopathie: Bewegung im Fokus
Die parietale Osteopathie befasst sich mit dem Bewegungsapparat, also mit Knochen, Muskeln, Gelenken und Faszien. Sie behandelt Bewegungseinschränkungen und Beschwerden, die durch Alltagsbelastung, Verletzungen oder Fehlhaltungen entstehen. Osteopathen arbeiten dabei mit Dehnung, Druck und Mobilisation, um die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern.
Patienten kommen mit Rückenschmerzen, Nackenbeschwerden, Gelenkproblemen oder nach Sportverletzungen zu uns. Am besten untersucht ist die Osteopathie bei Schmerzen im unteren Rücken.
Viszerale Osteopathie: die inneren Organe
Die viszerale Osteopathie befasst sich mit den inneren Organen und dem Gewebe, das sie umgibt und hält. Sie geht davon aus, dass Spannungen in diesem Bereich die Beweglichkeit der Organe einschränken und sich auf andere Körperregionen auswirken können. Mit sanften manuellen Techniken behandeln Osteopathen diese Spannungen.
Viszerale Techniken setzen wir zum Beispiel bei funktionellen Verdauungsbeschwerden oder wiederkehrenden Unterbauchbeschwerden ein, nach ärztlicher Abklärung und als Ergänzung zur medizinischen Behandlung.
Kraniosakrale Osteopathie: Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein
Die kraniosakrale Osteopathie betrachtet die Verbindung zwischen Schädel (Cranium), Wirbelsäule und Kreuzbein (Sacrum). Osteopathen arbeiten hier mit sehr leichten, feinfühligen Berührungen, um Spannungen in diesem Bereich zu lösen.
Viele Patienten empfinden die Behandlung als tief entspannend. Angewendet wird sie unter anderem bei Stress, Kopfschmerzen und Schlafproblemen. Die wissenschaftliche Datenlage zu diesem Teilbereich ist bislang begrenzt. Wir setzen kraniosakrale Techniken deshalb als Teil einer osteopathischen Gesamtbehandlung ein.
Woher kommt die Osteopathie?
Der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still (1828–1917) begründete die Osteopathie im 19. Jahrhundert. Er beobachtete, dass eine eingeschränkte Beweglichkeit von Muskeln, Gelenken oder Organen mit vielen Alltagsbeschwerden zusammenhängt, und begann, seine Patienten mit den Händen zu behandeln. Sein Ziel war es, die Beweglichkeit des ganzen Körpers zu verbessern.
In den USA sind Osteopathen bis heute Ärzte. In Europa hat sich die Osteopathie zu einer eigenständigen manuellen Behandlungsform entwickelt, deren Schwerpunkt auf den therapeutischen Techniken liegt.
Warum Osteopathie?
Osteopathie sucht nach der Ursache von Beschwerden und nicht nur nach dem Ort, an dem es schmerzt. Die Behandlung richtet sich nach dem einzelnen Patienten: nach seiner Vorgeschichte, seinem Alltag und dem Befund der Untersuchung.
Osteopathie versteht sich als Ergänzung zur ärztlichen Medizin und ersetzt sie nicht. Sie eignet sich für Menschen, die eine ganzheitliche manuelle Behandlung suchen, um Beschwerden zu lindern und beweglicher zu werden.
Osteopath ist nicht gleich Osteopath
Die Berufsbezeichnung Osteopath ist in Deutschland nicht einheitlich gesetzlich geregelt. Umfang und Qualität der Ausbildung unterscheiden sich deshalb stark. Eigenständig ausüben dürfen Osteopathie nur Ärzte und Heilpraktiker.
Die Osteopathinnen bei Chiro & Co haben eine fünfjährige Ausbildung an der International Academy of Osteopathy abgeschlossen, die ausschließlich Physiotherapeuten und Ärzten offensteht. Beide sind Physiotherapeutinnen und Heilpraktikerinnen. Sie profitieren bei uns also vom Fachwissen aus Osteopathie, Physiotherapie und Heilpraktik.
Worauf sollten Sie bei der Wahl eines Osteopathen achten?
Manche Patienten berichten uns, dass sie bereits osteopathisch oder chiropraktisch behandelt wurden und deshalb zögern, es noch einmal zu versuchen. Im Gespräch zeigt sich oft, dass der frühere Behandler nur eine kurze Weiterbildung in dem jeweiligen Fachbereich hatte.
Unsere Empfehlung gilt deshalb unabhängig davon, wo Sie sich behandeln lassen: Fragen Sie nach Dauer und Abschluss der Ausbildung und nach der Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde.
Osteopathie und Chiropraktik unter einem Dach
Bei Chiro & Co arbeiten Osteopathinnen und ein studierter Chiropraktor in einer Praxis zusammen. Das ist in Deutschland selten. Osteopathie und Chiropraktik sind bei uns getrennte Fachbereiche mit eigenen Therapeuten.
Unabhängig davon, zu wem Sie kommen, empfehlen wir Ihnen die Therapie, die zu Ihren Beschwerden passt. Ihr Therapeut bleibt Ihr Ansprechpartner. Es kann aber sinnvoll sein, dass zeitweise oder dauerhaft ein Kollege aus dem anderen Fachbereich behandelt.
Vereinbaren Sie Ihren Termin für Osteopathie in Esslingen online. Informationen zur Abrechnung finden Sie unter Kosten.