Babys weinen, das gehört einfach dazu. So bekommen sie Aufmerksamkeit, wenn sie Hunger haben, Nähe suchen, körperliche Beschwerden empfinden oder ihnen die Situation einfach nicht geheuer ist. Doch wieviel ist ‚normal‘? Im Durchschnitt weinen Babys in den ersten Monaten etwa zwei Stunden am Tag. Wenn Säuglinge deutlich länger und über einen langanhaltenden Zeitraum hinweg weinen, werden sie häufig als „Schreikinder“ bezeichnet. Dieses dauerhafte Schreien ist nicht nur für die Eltern, sondern auch für das Kind selbst eine enorme Belastung. Schreikind
Ein weiterer entscheidender Punkt ist, dass diese Kinder meist durch nichts zu trösten sind. Hinzu kommen eine anhaltende Unzufriedenheit, ständiges Quengeln, plötzliche Schreiattacken und sensible Reaktionen auf Umwelteinflüsse wie beispielsweise Geräusche. Die Folge: Die Unruhe, die das Kind in sich spürt, überträgt sich auf die Muskulatur, welche unter ständiger Spannung steht. Säuglinge lassen sich in diesem Fall nur mit Mühe beruhigen – und finden deshalb schwer in den Schlaf. So werden auch die Nächte immer wieder durch Weinen unterbrochen.
Warum schreit mein Kind so viel?
Bei den meisten Babys gibt es keine augenscheinlichen körperlichen Ursachen für das Schreien. Dafür handelt es sich bei den sogenannten ‚Schreikindern‘ häufig um besonders sensible Kinder, die mit der Aufnahme von Reizen, die auf sie einwirken, überfordert sind. Aufgrund dieser erhöhten Sensibilität sind Schreikinder außerdem deutlich leichter zu erschrecken – und aus der Fassung zu bringen. Folglich brauchen sie viel Ruhe, um sich langsam wieder zu beruhigen, insbesondere vor dem Einschlafen.
Auch das Stillen kann zum Problem werden
Wenn sich diese problematische Situation über einen längeren Zeitraum erstreckt, kommt es zur Übermüdung und zu Schlafstörungen. Das wiederum zieht häufig Probleme beim Stillen nach sich. Wenn sich Kind und Mutter nicht auf das Stillen konzentrieren können, führt dies dazu, dass das Kind häufig von der Brust abdockt, beim Stillen Luft schluckt – und dabei die Brustwarzen der Mutter überstrapaziert. Durch das Luftschlucken kommt es wiederum zu Blähungen und Schmerzen, worauf das Baby erst recht schreit.
Insgesamt belastet diese Situation sowohl das Kind als auch die Eltern. Mit unserer osteopathischen oder chiropraktischen Behandlung kann unter anderem die Grundanspannung des Körpers gelöst und die Funktion des Körpers positiv beeinflusst werden. So konnten wir in unserer Praxis bereits vielen Schreikindern helfen. Und auch Studien1–6 belegen, dass durch Chiropraktik und Osteopathie die Schreizeit messbar verringert werden kann.
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1Hughes, S. & Bolton, J. Is chiropractic an effective treatment in infantile colic? Arch Dis Child 86, 382–384 (2002).
2Hall, B., Chesters, J. & Robinson, A. Infantile colic: a systematic review of medical and conventional therapies. J Paediatr Child Health 48, 128–137 (2012).
3Klougart, N., Nilsson, N. & Jacobsen, J. Infantile colic treated by chiropractors: a prospective study of 316 cases. J Manipulative Physiol Ther (1989).
4Olafsdottir, E., Forshei, S., Fluge, G. & Markestad, T. Randomised controlled trial of infantile colic treated with chiropractic spinal manipulation. Arch Dis Child 84, 138–141 (2001).
5Alcantara, J. & Alcantara, J. D. The chiropractic care of infants with colic: a systematic review of the literature. Explore (NY) 7, 168–174 (2011).
6Miller, J. E., Newell, D. & Bolton, J. E. Efficacy of chiropractic manual therapy on infant colic: a pragmatic single-blind, randomized controlled trial. J Manipulative Physiol Ther 35, 600–607 (2012).
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